Ro­bert Brand­ho­fer ist der neue Kom­man­dant

Er wird der Nach­fol­ger von Franz Strei­fen­eder, der das Amt nicht mehr aus­üben kann (Landauer Zeitung vom 11. Dezember 2017)

Landau. (uh) Die Aktiven der Feuerwehr wählten am gestrigen Sonntag im Rahmen einer außerordentlichen Dienstversammlung Robert Brandhofer als neuen 1. Kommandanten. Dies wurde notwendig, da sich Franz Streifeneder beruflich verändert und künftig nicht mehr in der Bergstadt wohnt und arbeitet.

Vorstandsvorsitzender Christian Wieser konnte zu der Versammlung neben den Aktiven auch Bürgermeister Helmut Steininger, KBR Josef Kramhöller, KBI Dionys Härtl, die KBMs Alois Gamsreiter, Alfons Hallschmid und Stefan Pflaum sowie Klaus Höhenberger von der Stadtverwaltung im Gasthaus „Zum Oberen Krieger“ begrüßen. Er informierte, dass nun der Estrich im Versammlungsraum der Feuerwache aufgebracht wurde, dieser aber noch etwa drei Wochen nicht genutzt werden kann.

KBI Dionys Härtl, Vorstand Christian Wieser, 2. Kommandant Manuel Aumüller, Bürgermeister Helmut Steininger, Franz Streifeneder, KBM Alois Gamsreiter, 2. Vorstand Kurt Eckl und KBR Josef Kramhöller gratulierten Robert Brandhofer zu seiner Wahl zum Kommandanten. (Foto: Hofner)

Kommandant Franz Streifeneder warf zuerst einen Blick zurück. Er habe sein Amt bei der Wehr nach seinem Umzug nach Gosselding nur aufgrund der Tatsache, dass er in der Bergstadt arbeitete, fortsetzen können: „Da ich mich ab Januar auch beruflich verändern werde, kann ich das Amt nicht weiter bekleiden.“ Sein Dank galt seinem Stellvertreter Manuel Aumüller, der Vorstandschaft, den Gerätewarten Klaus Straßl und Simon Trapp, den Führungsdienstgraden, Bürgermeister Helmut Steininger, Kämmerer Günter Hoch, Geschäftsleiter Josef Einhell, Sachbearbeiter Klaus Höhenberger sowie der Mannschaft: „In den zurückliegenden 15 Jahren haben wir viel erreicht.“ Als Beispiele nannte er die Photovoltaikanlage, die neuen Fahrzeuge TLF 20/40, LF 20 und die Drehleiter. Auch stehe die Feuerwache sauber da und die Löschzüge wurden umgestaltet. Abschließend zitierte er sein Vorbild Toni Sandner, der immer sagte, dass der Eintritt und der Austritt in die Feuerwehr freiwillig seien, dazwischen aber die Pflichterfüllung stehe. „Ich denke, dass ich meine Pflicht in den vergangenen 15 Jahren erfüllt habe und wünsche der Wehr für die Zukunft alles Gute“, so Franz Streifeneder abschließend. Bürgermeister Helmut Steininger meinte, dass das Amt des 1. Kommandanten einer solchen Wehr eine enorme Aufgabe sei. „Du hast diese Aufgabe seit April 2002 bravourös erfüllt und dich enorm eingebracht“, so das Stadtoberhaupt zum scheidenden Kommandanten. Dabei habe sich die Wehr sehr gut weiterentwickelt. Da müsse man nun dran bleiben. Auch bedauerte Steininger, dass Streifeneder auch aus dem Dienst der Stadt aussteigt. Er wünschte ihm alles Gute für die Zukunft.

Unter der Leitung des Bürgermeisters schritten die 56 Stimmberechtigten dann zur Neuwahl ihres Kommandanten. Vorgeschlagen wurde Robert Brandhofer, der mit 55 Stimmen auch gewählt wurde. Bei seiner Antrittsrede bedankte er sich für diesen Vertrauensvorschuss und meinte, dass ihn der Entschluss von Franz Streifeneder wie viele andere auch überrascht habe. Er konnte sich nicht vorstellen, ihm nachzufolgen, denn er habe sich einmal geschworen, nie wieder ganz vorne zu stehen. In den letzten Wochen seien aber viele auf ihn zugegangen und hätten gefragt, ob er nicht neuer Kommandant der Hauptstützpunktwehr werden wolle. Der nächste Punkt sei seine Familie gewesen. Nachdem diese grünes Licht gegeben hat, habe er sich entschlossen, zu kandidieren. Sein Dank galt Franz Streifeneder, der sich 32 Jahre, davon 15 Jahre als Kommandant, für die Wehr eingesetzt habe. Er sei ja bekanntlich als Seiteneinsteiger zur Feuerwehr gekommen, lebe nun aber auch schon 17 Jahre in der Bergstadt. In dieser Zeit habe sich gezeigt, dass seine Liebe der Feuerwehr gehört, denn hier sei er sehr gut aufgenommen worden.

Als Herausforderung für die Zukunft nannte der neue Kommandant, dass jährlich rund 160 Einsätze und 60 Übungen bewältigt werden müssen. Weiter müsse die Sanierung der Feuerwache abgeschlossen sowie das Thema Schlauchpflege bewältigt werden. Der neue Rüstwagen soll dann Ende 2018 auf dem Hof stehen. Daher müsse man das Personal zusammenhalten und neue Leute gewinnen, um die Zukunft für diese leistungsstarke Wehr zu gewährleisten.

KBR Josef Kramhöller meinte, dass dies heute für die Hauptstützpunktwehr schon Weihnachten sei, denn der nahtlose Übergang von Streifeneder auf Brandhofer sei gelungen. Das schöne Ergebnis belege, dass alle Aktiven hinter ihrem neuen Kommandanten stehen. Bei Franz Streifeneder bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit der letzten sechs Jahre, in denen dieser Kommandantensprecher des Inspektionsbereichs Landau im Kreisfeuerwehrverband gewesen ist. Robert Brandhofer wünschte er eine glückliche Hand. Kramhöller zeigte sich überzeugt, dass Brandhofer die fachliche Kompetenz und die Fähigkeit der Menschenführung besitzt sowie dieses Amt mit seinem Beruf vereinen kann.

Vorsitzender Christian Wieser lud abschließend noch zur Jahresabschlussübung am 29. Dezember sowie zur ersten Dienstversammlung am 7. Januar um 9.30 Uhr in der Feuerwache ein.