Einsätze

Einsatzbericht zu Einsatznummer 8 vom Montag, 28.01.2008

Brand einer Maschinenhalle, Rannersdorf

Einsatzbeginn: 23.48 Uhr
Einsatzende: 04.30 Uhr
Fahrzeuge: KdoW
TLF 16/25
TLF 24/50
DLK 23/12
LF 16/12
VersF
UG-ÖEL
andere Wehren: Wildthurn, Hartkirchen, Haunersdorf, Rengersdorf, Lappersdorf, Adldorf, Eichendorf, Exing, Höfen, Simbach, Reisbach, Arnstorf, Prunn, Aufhausen, Wallersdorf, Niederviehbach

Rannersdorf. (uh) Kreisbrandrat Alfons Weinzierl zeigte sich mit dem Verlauf des Großeinsatzes beim Brand einer Maschinenhalle in der Nacht von Montag auf Dienstag sehr zufrieden. Die rund 250 Wehrmänner von 17 Feuerwehren konnten den Brand auf die betroffene Halle beschränken und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern.

Um genügend Wasser an die Einsatzstelle zu bringen, wurden drei Förderleitungen von der Vils zum Ort des Geschehens gebaut. Um dies rasch zu bewerkstelligen, wurden um 0.20 Uhr die beiden Ortswehren Prunn und Aufhausen nachalarmiert. Schließlich benötigte man um 1.32 und um 2.29 Uhr die Wehren Wallersdorf und Niederviehbach. Diese beiden Wehren bilden im Landkreis eine Logistikeinheit, die im Laufe des Einsatzes rund 3000 Liter Mehrbereichs-Schaummittel und 200 Liter Treibstoff an den Ort des Geschehens brachte.

KBR Weinzierl lobte gestern die Arbeit der Feuerwehren. Wegen der Ausmaße der Halle von rund 150 Mal 50 Metern teilte Einsatzleiter Günther Schöckel das Objekt in drei Abschnitte. So war Prunns Kommandant Christian Greiner für den Bau der drei Förderleitungen von der Vils zum Anwesen verantwortlich. Landaus Kommandant Franz Streifeneder und sein Stellvertreter Markus Zitzelsberger leiteten die Abschnitte an der Straße und im Innenhof. Die Leitenden wurden dabei von ihm, von KBI Dionys Härtl und KBM Max Schraufnagl sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UGÖEL) mit KBM Stephan Pflaum, Erwin Ehrl und Stefan Bachmeier und die Nachalarmierungsstelle (NaSt) Landau mit Franz Kick unterstützt. Weinzier erklärte, dass die Rückmeldungen super gelaufen seien und dass die UGÖEL und NaSt unter anderem die Verständigung von Landrat Heinrich Trapp und Bürgermeister Max Schadenfroh sowie das Anfordern von Baggern hervorragend gemeistert haben.

Er gab aber zu bedenken, dass nach der im Moment praktizierten Alarmierung in Dingolfing und Landau zwei Nachalarmierungsstellen installiert sind. Nach der Umstellung auf die Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Landshut fallen diese weg. Es soll und nach den Eindrücken dieses Einsatzes muss eine Kreiseinsatzzentrale weiter bestehen, denn er sehe nicht, wie eine ILS derartige Einsätze handeln soll. Auch die Logistikstelle habe sich hervorragend bewährt, denn es seien immer genügend Schaummittel zum Löschen und Treibstoff für die eingesetzten Pumpen und Generatoren vor Ort gewesen. Insgesamt wurden etwa 2500 Liter schaummittel und die 200 Liter Treibstoff verbraucht. Auch der Abrollbehälter Atemschutz habe seinen ersten Großeinsatz mit Bravour bestanden, so Weinzierl.

Alfons Weinzierl erklärte weiter, dass er glaube, dass der bauliche Brandschutz der Halle nicht optimal gewesen sei. Er werde über das Landratsamt klären, welche Auflagen hier vorgegeben waren. Der bauliche Brandschutz müsse künftig auch bei derartigen Betrieben anders gehandhabt werden. Der Brand konnte nur durch den Einsatz von drei Leitern und Schaum gelöscht werden, da ein Innenangriff unmöglich war. So konnte man die Flammen nur von oben mit Schaum ersticken. Der KBR lobte auch die zahlreich eingesetzten Ortswehren. Mit nur wenigen Stützpunktwehren hätte man diesen Brand nicht meistern können, ist sich Weinzierl sicher.

KBI Dionys Härtl erklärte, dass es auch in der angrenzenden Biogasanlage während des Brandes zu einem Zwischenfall gekommen ist. Die Wasserversorgung der Anlage geschah durch eine Leitung, die durch die brennende Halle lief und durch den Brand unterbrochen wurde. Wegen eines Mangels an Kühlwasser schaltete einer der Motoren der Anlage automatisch ab. Da nun nicht mehr genügend Gas verbraucht wurde, wäre dieses von der Anlage abgeblasen wurden und der Wind hätte dieses dann genau zur brennenden Halle getrieben. Daher übernahm das TLF aus Höfen die Versorgung des Motors mit Kühlwasser, so dass dieser wieder gestartet werden konnte. Damit war diese Gefahr gebannt.

Landauer Zeitung vom 31.01.2008

 

 

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